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  Thema:Vergebung - Buße
 

Vergebung / Buße

Vater, vergib ihnen

 

1)Gottes Vergebung ist Liebe!

 

Als Jesus mit seinen Jüngern im Garten Gethsemane war, bat er sie mit ihm zu beten. Er sonderte sich ein klein wenig von der Gruppe ab, kniete nieder und betete. Er war voller Angst. Er wusste was die nächsten Stunden bringen würden. Gott Vater schickte einen Engel der ihn stärkte, trotzdem hatte Jesus immer noch so viel Angst, das sein Schweiß zu Blut wurde ( was medizinisch möglich ist!). Ich denke das Jesus gar nicht so viel Angst vor dem Leiden hatte. Natürlich er war Mensch und freute sich sicher nicht auf die Demütigungen und Schmerzen die folgen würden oder vor dem Kampf mit Satan, aber ich glaube das seine größte Angst in dem getrennt sein vom Vater lagen. Noch ehe die Welt war, war Jesus. Dann trennte er sich von dieser innigen Gemeinschaft und wurde Mensch. Aber auch als Mensch war er stets verbunden mit dem Vater. Selbst als Kind hat er gewusst das er zu Gott gehört ( Lk2,49). Jesus wusste das erst der Tod am Kreuz, ihn von der Verbundenheit mit dem Vater trennen würde? Warum? Weil Jesus die Sünde der ganzen Welt auf sich nahm und Gott und die Sünde NIEMALS zusammen kommen können.

Als Jesus zurück zu den Jüngern kam schliefen sie! Sie wussten, zumindest ansatzweise, von der Qual die Jesus fühlte und trotzdem schliefen sie. Jesus weckt sie auf und sagt: Lk 22,46:Und er sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt!

Das bedeutet dann wohl auch für uns das wir etwas TUN müssen um nicht in Versuchung zu fallen.!

Wie ging es Jesus? Er hatte Angst, seine Jünger ( besten Freunde; gleich seinen Brüdern; Familienersatz) schliefen lieber als ihm beizustehen, ein anderer Jünger kommt und verrät ihn. Er wird gefangen genommen wie ein Schwerverbrecher. Dann wird er die ganze Nacht hindurch verhört von den Hohenpriestern. Falsche Zeugen sagen gegen ihn aus ( Sie verleumden ihn, behaupten Dinge die Jesus niemals tun würde, einfach weil er seinen Vater liebt). Er muss die ganze Zeit stehen und hört sich verächtliche Worte an ( Sicher lassen sich auch Menschen zum Lästern und beschimpfen hinreißen die wenig vorher Jesus bejubelt haben. Vielleicht erkennt er sogar ein paar besonders eifrige Menschen wieder?). Er wird angespuckt und ins Gesicht geschlagen. Zu alledem verleugnet ihn einer seiner längsten Getreuen. Jesus hört es! Und wie verhält sich Jesus in dieser ganzen Situation? Er sagt NICHTS! Danach wird er zu Pilatus gebracht der will aber nichts mit ihm zu tun haben und schickt ihn zu König Herodes. Ein mächtiger Mann. Er war einer von der Sorte die Jesus hätten helfen können. Herodes bemüht sich um Jesus, darum das er redet, aber Jesus schweigt. Als er später zurück bei Pilatus ist wird er wieder verhört. Geschlagen und verspottet, aber er schweigt. Pilatus verhört Jesus ein zweites Mal: Joh.19,9-11

und er ging wieder hinein in das Prätorium und spricht zu Jesus: Woher bist du? Jesus aber gab ihm keine Antwort. Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich los zugeben, und Macht habe, dich zu kreuzigen? Jesus antwortete: Du hättest keinerlei Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre; darum hat der, welcher mich dir überliefert hat, größere Sünde.

Selbst in dieser Situation, überlegt euch nur wie es Jesus gehen musste, müde, geschunden, ängstlich, vielleicht hungrig und durstig, menschlich gesehen von allen verlassen, selbst in dieser Situation nimmt er einen Teil der Schuld von Pilatus weg. Es wir nicht beschrieben ob Pilatus jemals den Weg zum wahren Glauben fand, aber es wird sehr deutlich beschrieben das er Jesus eigentlich nicht kreuzigen wollte. Vielleicht hatte er irgendwann Gewissensbisse, und dann erinnerte er sich vielleicht an die Worte Jesu, und das hat ihm dann sicherlich Erleichterung verschafft.

Jesus erträgt den ganzen Spott bis er am Kreuz hängt. Er erträgt die Dornenkrone, und den Purpurmantel, er erträgt die falschen Huldigungen, die Peitschenhiebe und das Lachen. Er erträgt die Last des Kreuzes das er tragen muss und die Israeliten die sich von ihm abwenden. Schweigend erträgt er das sein Gewandt verlost wird. Er erträgt für uns die Nägel die ihn durchbohrten und das Schild das sie über ihn anbrachten. Er erträgt sogar die hoffnungslose Verzweiflung seiner Jünger die ihn nach Golgatha folgten und die Angst und die Tränen seiner Mutter. Er erträgt das sie verzagen obwohl er ihnen schon gesagt hatte, dass es so kommen würde. Er erträgt ihren Unglauben

Nach alledem, kurz bevor er starb rief er zum Vater im Himmel:

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun. Lk.23,34

 

Vergeben als Schlüssel zu unserer inneren Dunkelheit

Ein großes Haus hat viele Zimmer und Türen. Jede Tür hat ihren eigenen Schlüssel. Wenn wir uns vorstellen das dieses große Haus unser innerstes ist, dann können wir uns auch vorstellen das wir unsere Erinnerungen und Erlebnisse in die einzelnen Zimmer verstauen. Manche Zimmer betreten wir oft und gerne. Dort verwahren wir schöne Erinnerungen. Wir freuen uns an den Schätzen die diese Zimmer für uns bereithalten. Bei anderen Zimmern haben wir die Tür fest verschlossen und manchmal haben wir sogar die Schlüssel zu diesen Zimmern weggeworfen. Diese Zimmer haben Namen wie: Trauma; Ablehnung; Verrat; Missbrauch; Scheidung; Tod; Unfälle usw.

Hinter diesen Türen liegen nicht besiegte Schmerzen! Verursacht von Menschen die uns in der Vergangenheit tief verletzt haben.

Das innere Zu hause mancher Menschen hat so viele verschlossenen Türen das zum Leben wenig Raum bleibt. Diese Türen, die wir so fest verschlossen haben sind uns permanent im Bewusstsein. Sie verhindern das wir uns Menschen gegenüber ganz öffnen, noch nicht einmal den Menschen gegenüber die wir am meisten lieben! Der Dreck der unter diesen verschlossenen Türen hervor quillt, wie z.B. leichte Reizbarkeit, Empfindlichkeit, Zurückziehen ins Schneckenhaus, ungeliebt fühlen, Aggressivität ect., verwandelt unser ganzes Leben in ein Minenfeld. Jemand sagt das Falsche oder rührt alte Verletzungen durch gleiches Fehlverhalten auf und schon explodieren wir.

Selbst wenn wir erkennen das wir unser Leben „reinigen“ müssen von diesen Altlasten, n dem wir die Tür aufmachen, wissen wir oft nicht wie. Wir haben den Schlüssel zu unseren Verletzungen weggeschmissen. Was wir brauchen ist ein Generalschlüssel.

Jesus hat keine Angst vor dem Chaos hinter unseren geschlossenen Türen. Er will uns beim Aufräumen helfen. Jesus hat für uns den Generalschlüssel, wir müssen nur mitarbeiten!

 

2)Das stärkste Gebet der Welt – unser Generalschlüssel!

 

Als Jesus am Kreuz hing, betet er für die Menschen damals und er betet für uns heute! Wir sind genauso Schuld das Jesus verurteilt wurde und von Gott getrennt wurde wie die, die ihn körperlich festnagelten. Es war unsere Sünde die Jesus ans Kreuz brachte. Und es war seine Liebe zu uns, die ihn dort hielt.

Es gibt niemanden auf der Welt, weder vorher noch seitdem, der solche Ungerechtigkeit erlitten hat. Niemand anderes hätte jemals ein größeres Recht gehabt, anderen die Schuld zu geben und auszurufen: „Das ist nicht fair!“ Was hat Jesus getan? Er betete: „ Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“ Lk.23,34.

Jesus vergab nicht nur jeden einzelnen persönlich, sondern er bat auch Gott, dass Gott ihnen vergeben möge.

→ Wenn wir uns entscheiden, denen die uns verletzt haben, nicht zu vergeben, begeben wir uns unter deren Kontrolle! Jesus sagt uns sogar, das wir unsere Feinde lieben sollen. Er wusste wenn ein verbittertes Herz unser Handeln bestimmt, dann werden wir uns selbst schaden. Wir werden von den Menschen die uns verletzt haben kontrolliert weil wir uns negativ an sie binden lassen. Und unsere Haltung wird genauso viel Schaden anrichten wie das ursprüngliche Vergehen.

→ Anderen zu vergeben ist der erste riesige Schritt, der zu unserer vollkommenen Befreiung von den Ketten führt, die ein schmerzendes Herz umgeben.

Es ist unser Generalschlüssel!

 

 

 

3) Vergebt und empfangt Vergebung

 

→ Jeder von uns hat einen freien Willen – die Fähigkeit, Entscheidungen über alles mögliche im Leben zu treffen. Wir können Richtige oder Falsche, Gute oder Schlechte Entscheidungen treffen. Die Richtigen und Guten werden Segen in unser Leben bringen, die Falschen und Schlechten werden den gegenteiligen Effekt haben.

Jesus sagt: „ wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben“ Mt6,15. „ Und im Vaterunser heißt es: „vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben.“Mt.6,12. Das sind geistliche Gesetze die wir nicht ändern können, ganz gleich ob es uns passt oder nicht!

→Das Segensgesetz: Wenn wir fortwährend den Segen Gottes erfahren wollen, dann müssen wir anderen Menschen fortwährend vergeben! Vergebung der Sünden ist der größtmögliche Segen, den Gott für seine Kinder bereitstellt. Wenn wir aber nicht bereit sind, anderen zu vergeben werden wir das Beste verpassen!

→ Es ist oft ein Kampf alle Bitterkeit und allen Zorn aufzugeben. Aber wenn wir auf Jesus blicken, erringen wir den Sieg und erfahren dadurch die tiefe Liebe Gottes.

 

4 ) Das größte Hindernis – das verdienen die gar nicht!

 

Stimmt! Menschen die andere verletzen verdienen es gar nicht das man ihnen vergibt. Vergebung ergibt keinen Sinn, erst wenn wir begreifen das Vergebung kein Akt der Gerechtigkeit ist, sondern ein Akt der Liebe, können wir von uns selbst wegschauen.

→ Sünde die wir nicht eingestehen und Sünde die wir nicht vergeben, treibt uns im Innern um. Was als geistliches Problem begonnen hat, kann mit der Zeit zu einem körperlichen Problem werden. Als Jesus einen gelähmten heilte, vergab er auch zuerst dessen Sünden. Jakobus sagt uns, dass wir einander unsere Sünden bekennen müssen, damit wir geheilt werden. ( Jak.5,16)

→ Es ist sicher wahr, das Menschen die uns verletzt haben keine Vergebung verdienen. Traurige Tatsache aber ist auch das WIR keine Vergebung verdienen. Letztendlich sind wir der gleichen Vergehungen schuldig: Rebellion gegen einen heiligen Gott. Wir sitzen alle im gleichen Boot, und obwohl einige Menschen sehr schlimme Dinge getan haben, schlimmere als wir vielleicht, sind die geistlichen Folgen genau die selben. ( Sünde trennt von Gott – egal wie klein und unbedeutend oder wie schlimm und schwer diese Sünde war.)

→ Es gibt Freiheit durch Vergebung:

Wenn wir uns entscheiden, jemanden nicht zu vergeben, dann stauen sich Bitterkeit und Ärger an, die dann in uns immer größer werden und den Raum einnehmen der eigentlich zum Lobpreis bestimmt ist. Dabei ist es auch egal ob wir im Recht sind oder nicht!

→ Wenn wir frei sein wollen und der Bitterkeit und den verheerenden Folgen geheilt werden wollen, die Unverzeihlichkeit auf unsere Gesundheit, unsere Familie und all unsere Beziehungen haben kann, dann müssen wir eine Wahl treffen: Beginn HEUTE zu vergeben! Wenn du Gott bittest, denen zu vergeben, de dich verletzt haben werden die Ketten der Sklaverei, die Kontrolle der Menschen über dich und dein Handeln nach und nach abfallen und du wirst wirklich frei sein!

 

5 ) Bei den Eltern anfangen

 

→ Unsere Eltern sind weit davon entfernt vollkommen zu sein. Auch sie erlebten die Folgen der Unzulänglichkeiten der Erziehung ihrer Eltern. Wir sind sozusagen die Früchte unserer Vorfahren, und nicht alles was wir von ihnen geerbt haben ist gut. Wir können aber nichts von alledem ändern! Weder von unseren Vorfahren, noch was wir im Mutterleib oder in der Kindheit erlebt haben. Als wir den Punkt erreicht haben, an dem wir verantwortungsvolle, erwachsene Entscheidungen treffen konnten sind wir vielleicht schon durch die Schwäche und falsche Entscheidungen unserer Eltern schwer belastet gewesen. Wir fingen an, die gleichen Fehler zu wiederholen, die unsere Eltern machten und noch schlimmer, wir machten neue Fehler hinzu. Diese neuen Fehler vermehren die Last die wir an unseren Kindern weitergeben. Chaos pur!? Wir nichts von dem ändern was wir geerbt haben. Aber Gott kann und verändern, wenn wir ihm eine Chance geben! Wir müssen nicht mehr länger an den Folgen unserer Vergangenheit leiden, wenn wir den Schlüssel der Vergebung anwenden. Wenn wir den Schlüssel der Vergebung anwenden, können wir uns von der Vergangenheit abwenden und neu anfangen. Wir müssen Gott für all die guten Dinge danken, die wir von unseren Eltern und Vorfahren mitbekommen haben, und wir müssen unseren Vorfahren und Eltern vergeben, was sich wie ein Fluch auf unser Leben gelegt hat. Damit sprengen wir die Ketten der Vergangenheit.

 

6 ) Vergeben – auch denen die ein Teil unseres Lebens gestohlen haben

 

→ Wenn Diebe etwas stehlen entsteht ein Verlust. Wir verlieren den Geldwert eines Dinges und den persönlichen Wert. Wenn wir dem Täter nicht vergeben binden wir uns mit einem unsichtbaren Strick an ihm.

→ Genauso wie Besitztümer gestohlen werden können, können uns Dinge wie unser Ruf, unsere Identität, unsere Sexualität, Zeit oder Gesundheit gestohlen werden.

Z.B. der Ruf: Unfreundliche und unwahre Worte, die andere über uns verlieren, erzeugen eine schlechte Meinung über uns. Ein Stück des guten Rufes wurde gestohlen. Es ist vor dem menschlichen Gesetz ein vergehen und es ist auch vor Gott ein vergehen ( Sprüche 19,5 /

2Mose 20,16). Diese Menschen haben falsch gehandelt, das ist aber keine Entschuldigung für mich, um in meinem Herzen Bitterkeit zu hegen! Letztendlich wird die Wahrheit ans Licht kommen und Gott muss derjenige sein der unseren Ruf wiederherstellt. Wenn wir denen vergeben die falsche Dinge über uns sagen, wird der geistliche Superkleber der Unverzeihlichkeit niemals eine Chance bekommen, die Stricke der Bitterkeit an unser Herz zu heften.

Wenn wir vergeben erlischt die Kontrolle der Menschen über uns!

 

7 ) Muss ich mir selber auch vergeben?

 

→ Wir sind wie alle Menschen und machen Fehler. Manchmal so große und schreckliche das allein ein Gedanke daran ausreicht um unser Herz sich in Scham und Angst winden zu lassen.

→ Jesus starb, um uns Vergebung zu schenken. Wenn wir an einer persönlichen Schuld aus der Vergangenheit festhalten und uns weigern, uns selbst zu vergeben, dann sagen wir damit beinahe das es nicht gut genug war was Jesus am Kreuz für uns getan hat! Zumindest war es dann wohl nicht ausreichend unsere Schuld zu vergeben, ansonsten würden wir wohl nicht immer wieder diese schmerzlichen Erinnerungen ausgraben und uns selber bestrafen indem wir keinen Frieden darüber zulassen.

→ Sich selbst nicht vergeben heißt manchmal, sich selbst für das Geschehene zu bestrafen. Wir meinen. Uns einem befreiten Leben entziehen zu müssen, weil wir es nicht anders verdient haben. Aber Gott sieht das ganz anders! Auch Petrus erlag diesen Fehler. Nachdem er Jesus drei mal verleugnet hatte zog er sich auf den See Tiberias zurück. Jesus wusste was Petrus durchmachte. Er spürte ihn nach seiner Auferstehung auf und stellte ihm dreimal die Frage: Liebst du mich? ( Joh.21,15-17) Für jedes mal, das Petrus Jesus verraten hatte, wurde Petrus die Möglichkeit gegeben zu sagen das er Jesus liebte.

→ Wie Petrus machen auch wir Fehler. Aber wichtiger als unsere Fehler ist für Jesus die Frage ob wir ihn lieben. Wenn wir unsere Liebe bekennen und seine Liebe zu uns zulassen, geht die heilende Kraft Gottes direkt in unser Herz.

→ Wenn wir allen anderen Menschen vergeben haben nur uns nicht, dann sind wir immer noch unter Kontrolle und nicht frei! Wir sind dann in soviel Selbstverdammnis verstrickt das wir weder richtig funktionieren, noch normale Beziehungen mit anderen haben können.

→ Sich selber nicht vergeben, wird weder unsere Vergangenheit ändern noch unsere Zukunft verbessern können. Es wird uns nur daran hindern an die ganze Segensfülle zu kommen die Gott für unser Leben vorgesehen hat.

→ Wir müssen uns mit den Folgen von persönlichen Fehlern und von Sünde auseinandersetzen. Unsere Beziehung zu Gott und zu anderen Menschen müssen das bekennen unserer Schuld und durch Buße ( Buße ist immer eine Veränderung unseres Lebens, unserer Taten, unserer Einstellung und unserer Gedanken) wiederhergestellt werden.

 

8) Wie oft Herr

 

Ist siebenmal genug, Herr? Es verdient doch sicherlich niemand, das man ihn noch häufiger vergibt?! ( Matt.18,21) Jesus sagt daraufhin: Nicht siebenmal, Petrus, sondern siebzig mal sieben! (Matt.18,22)

Wir sollten also jemanden an einem einzigen Tag 490! mal das gleiche Vergehen verzeihen ( die ganzen anderen Dinge die er außerdem noch falsch machen zählen jedes extra) Beim 491 mal dürfen wir dann sauer werden? Falsch! Die jüdische Redewendung „siebzig mal sieben“ bedeutet in Wirklichkeit eine so große Zahl, das man gar nicht erst daran denkt mit dem zählen anzufangen.

→ Die furchtbare Wahrheit ist: gäbe es eine Grenze dafür, wie oft wir anderen bereitwillig vergeben sollten, dann müsste es auch eine Grenze dafür geben, wie oft Gott uns vergeben kann!!!

→ Wir wollen nicht das Gottes Bereitschaft zu Vergeben begrenzt ist. Also kann es auch keine Begrenzung für unsere Bereitschaft geben , anderen zu vergeben- ganz gleich was sie getan haben.

→ Vergebung hat nichts(!) mit der zukünftigen Vertrauenswürdigkeit des anderen zu tun. Wenn jemanden vergeben wurde, heißt das noch lange nicht das derjenige nun vertrauenswürdig ist. In den meisten Fällen muss Vertrauen erst wieder verdient werden.

→ Vollständige Vergebung: Wenn jemand zum ersten mal vergibt ist es oft eine reine Willenshandlung, die den wirklichen, tief vergrabenen Gefühlen in uns widerspricht. Aber dann gelangen die Gefühle langsam an die Oberfläche, immer wieder blubbern sie hoch und die alte Wut und das verletzt sein kommen an unsere Oberfläche. In solchen Fällen besteht jedes mal, wenn eine Erinnerung hochkommt, die Möglichkeit zu vergeben! Es kann gut sein das man mehr als 490 mal vergeben muss, bevor das letzte bisschen Schmerz sich zerstreut hat und die Vergebung vollständig ist.

→ Wie oft muss ich vergeben, Herr? Die wahre Antwort ist: Bis es nichts mehr zu vergeben gibt, der ganze Schmerz verarbeitet worden ist. Und wir an eine Begebenheit denken können, ohne das beklemmende Gefühle oder Wut oder Schmerz an die Oberfläche kommen. Die Erinnerung an das Vergehen darf dann verblassen und hat keine Macht mehr unsere Gedanken ( oder Lippen ) gefangen zu nehmen.Die Ketten werden dann gesprengt sein, und wir können wirklich zu der Person werden, die Gott aus uns machen will. Wir werden in der Lage sein, die Bestimmung die Gott für uns vorgesehen hat zu erfüllen.

 

9) Sich bei Gott entschuldigen, ihn beschuldigt zu haben

 

→ Wenn Gott so liebevoll und allmächtig ist, wie Christen das gerne behaupten, stellt sich die durchaus zulässige Frage, warum er dann im Himmel sitzt und sich all die schrecklichen Dinge anschaut die Erde auf der passieren uns unternimmt nichts dagegen?

Oft haben wir ein stark verzerrtes Bild von Gott und den Situationen in denen wir uns befinden.

→ Wir müssen verstehen das wir zu Gottes Ebenbild geschaffen sind, was unter anderem bedeutet das wir – wie Gott – einen freien Willen haben. Wir sind mit der Fähigkeit erschaffen worden, eigene Entscheidungen zu treffen. Einen freien Willen zu haben ohne die von Gott gegebenen Grenzen zu beachten kann sehr gefährlich werden.

→ Dieser freie Wille, uns außerhalb der von Gott gegebenen Grenzen zu bewegen, die Gott für uns erdacht hat, hat den Menschen überhaupt erst ins Chaos geführt. Wir entschieden uns gegen Gottes Anweisungen zu hinterfragen gegen ihn zu rebellieren. Beim sogenannten Sündenfall haben wir uns bewusst nicht der göttlichen Autorität untergeordnet. Seitdem hat diese „gottlose“ Autorität alles erdenkliche getan, um die Beziehung zwischen Gott und den Menschen zu zerstören. Sie ermutigt uns auf gottgemäße Ordnung zu verzichten und Gottes Grenzen zu überschreiten.

→ Es ist wie der von den Behörden geregelter Verkehr. Würde es keine einheitlichen Richtlinien geben, gäbe es massenhaft Unfälle, Schwer verletzte und Tote.

→ So ähnlich verhält es sich auch mit Gottes Grenzen. Die in uns innewohnende Rebellion und Unabhängigkeit treibt uns dazu, außerhalb der sicheren Regeln und Grenzen zu leben, die ein liebevoller Gott uns gegeben hat.

→ Oft haben wir nicht verstanden, dass die 10 Gebote uns einen sicheren Rahmen bieten um unseren freien Willen auszuleben, ohne uns dabei in Gefahr zu begeben.

→ Grenzüberschreitungen nennt man sündigen. Wenn wir uns mit freien Willen für die Sünde entscheiden, bekommt der Böse mehr Einfluss in unserem Leben. Der setzt alles daran um uns von Gott zu trennen,aber wir dürfen hier den Schutz von Jesus Blut in Anspruch nehmen und ihn bitten das er uns bei den richtigen Entscheidungen hilft.

→ So sind also all die schlimmen Dinge die geschehen in Wirklichkeit nicht Gottes Schuld. Sie sind die Folgen des Einflusses des Satans und der verkehrten Entscheidungen die Menschen getroffen haben.

→ Wenn Gott seine absolute Macht und Autorität benutzen würde um allen was ihm missfällt ein Ende zu setzen, müsste er uns unseren freien Willen nehmen.

→ Anstatt Gott die Schuld dafür zu geben was die Menschen und der Böse getan haben, müssen wir Gott sagen dass es uns leid tut, ihn für die Dinge beschuldigt zu haben, die gar nicht seine Schuld waren.

→ Gott um Vergebung zu bitten, ist ein weiterer wichtiger Schritt der wesentliche Hindernisse aus dem Weg räumen kann, die uns ansonsten daran hindern anderen zu vergeben.

 

10) Freiheit!

 

Irrt euch nicht. Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Gal.6,7

→ Wenn wir Unversöhnlichkeit aussähen, werden wir Bitterkeit ernten!

Der erste Schritt: Triff eine Entscheidungen.

Gott hat dir einen freien Willen gegeben. Wenn du dich nicht entscheidest zu vergeben, wird er sich nicht zwingen!

Bist du bereit jedem einzelnen Menschen zu vergeben, der dich verletzt, dir ein Stück deines Lebens geraubt, dich missbraucht, verraten, schlecht über dich geredet oder dich auf irgendeine andere Weise verletzt hat – ganz gleich, was es kostet – zu vergeben?

Der zweite Schritt: Mach dir eine Liste.

Bete und lass dir von Heiligen Geist zeigen, wer dich verletzt hat. Arbeite dein Leben von Anfang an durch und schreibe entsprechende Personen auf. Zwei Namen müssen ganz oben auf der Liste stehen: Deine Eltern! Vergiss auch dich selbst nicht! Es ist wichtig, dass wir die Liste ergänzen wenn uns neue Namen einfallen. Ganz wichtig ist auch: Wir brauchen nichts zu überstürzen.

Der dritte Schritt: Fang an zu vergeben.

Bete das es dir leid tut was du getan hast, wo du andere Menschen verletzt hast. Bitte Gott das er dir hilft all diesen Menschen auf deiner Liste zu vergeben.

Du könntest in etwa so beten ( nur ein Vorschlag, folge deinem Herzen): Nimm deine Liste zur Hand, fange an mit Dank und Lobpreis ( Jesus hat soviel für uns getan und es ist gut zuerst von uns und unseren Anliegen und Problemen wegzuschauen. Ein Gebet sollte so aufgebaut sein wie ein Sandwich (:-) ) Erst Brot ( die Grundlage! ) Brot bedeutet: Lob, Dank, Anbetung für das was und wer Gott ist. Erinnere dich daran was Gott alles Gutes in deinem Leben getan hat. Dann kommen die Zutaten, Gurke, Käse, Salat, Soße = Ehe, Kinder, Familie, Finanzen, Nachbarn ect. Der Abschluss wieder eine Scheibe Brot. Wir verharren mit unseren Gedanken nicht bei unseren Problemen oder Wünschen. Wir wollen nicht das diese Gedanken uns beherrschen, sondern wir gehen wieder von dieser Welt die klein und beengt ist, in Gottes wunderbare Weite. Wir verharren bei dem Gott dem alles Möglich ist. Dessen Arm nicht zu kurz ist um zu retten und dessen Güte niemals aufhört. Wir verharren bei einem Gott der für uns ist!). Dann könntest du z.B. sagen: Ich entscheide mich jetzt ( Name der Person ) für ( kurze Beschreibung was passiert ist) zu vergeben. Ich entlasse ( Name ) in die Freiheit meiner Vergebung. Ich werde ( Name ) diese Dinge nicht länger anlasten!

Der vierte Schritt: Bitte Gott das er dich befreit.

Nach jedem Vergebungsgebet bitte Gott, dass er dich von jedem ungottmässigen Einfluss befreit die derjenige gehabt hat. Bitte Gott das er die Stricke der Vergangenheit löst. Gott ist ewig, das bedeutet das er nicht an Zeit und Raum gebunden ist. Wenn du Bilder in deiner Vergangenheit hast die dich quälen und dich nicht zur Ruhe kommen lassen, dann bitte Gott das er in deine Vergangenheit zurückkehrt und diese Bilder verändert, so das sie ihren Schrecken verlieren. Du wirst diese Bilder sicher nicht vergesse, aber Gott kann dir Frieden darüber schenken! Wir haben einen großartigen Gott der nicht will das wir leiden! Er führt uns zwar immer wieder durch Wüstenzeiten, weil wir dort am aufmerksamsten zuhören, aber er will uns nicht zerstören. Das ist der Grund warum wir auch noch nach einem 500sten mal zu ihm kommen dürfen!

Der fünfte Schritt: Sag Gott das es dir leid tut, ihn beschuldigt zu haben.

Der sechste Schritt: Bete das stärkste Gebet der Welt.

Am Ende des Prozesses anderen zu vergeben, beten wir wie Jesus es tat. Diesen letzten Schritt zu unternehmen – so wie Jesus zu beten – bedeutet, sich dafür zu entscheiden, das Leben anderer selbstlos zu segnen, sogar das Leben derjenigen die uns wehgetan haben.

→ Keiner der dich verletzt hat, kann dich an die Vergangenheit binden, wenn du es nicht zulässt! Du bist frei!

→ Bitte Jesus das er dir Liebe für all diejenigen gibt, die dir wehgetan haben und bete: Vater, vergib ihnen.

Der siebte Schritt: erwarte deinen Auferstehungsmorgen.

Wenn du die Ketten der Vergangenheit sprengst, wird die Verwandlung für dich wie ein Auferstehungsmorgen sein!

Jesus hat verheißen das er alles neu machen wird ( 2Kor.5,17 //Off.21,5). Das Grabgewand der Bitterkeit wird verschwunden sein und Gottes göttliches Gesetz des Segens wird anfangen in deinem Leben zu wirken!

 

 
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