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  Thema: Das Kreuz 1
 
    

Hauskreis 31.3.10

Das Kreuz

 

Das Kreuz ist eine symbolische Verbindung zwischen dem irdischen (waagerechte Achse des Kreuzes) und dem himmlischen oder Göttlichen (senkrechte Achse des Kreuzes). Durch die Auflehnung und Rebellion gegen Gott (Sünde) ist die ursprüngliche Verbindung zwischen Mensch und Gott zerrissen. Die dadurch entstandene Kluft zwischen sündigem Menschen und heiligem Gott ist nur durch das Eingreifen Gottes selbst zu überbrücken. Der Mensch ist von sich aus nicht in der Lage, die Sünde zu beseitigen. Diese Sünde musste gesühnt werden, damit der Mensch gerecht vor Gott sein kann. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus Christus die Verbindung zwischen Gott und Mensch wieder hergestellt. Als Sohn Gottes starb er für die Menschen und bewirkte damit die Versöhnung zwischen Gott und Mensch. Damit ist der Weg zu Gott frei für jeden, der für sich diese Versöhnung in Anspruch nimmt. Daher wird das Kreuz vom Zeichen des Fluches zum Zeichen der Versöhnung, der Wiederherstellung, der Gottesbeziehung und damit zum Hoffnungszeichen ( Wikipedia )

 

Dis.: Was bedeutet das Kreuz für dich persönlich?

 

Was ist das eigentliche herrliche am Kreuz?

Es ist der Ort an dem es keine Anklage mehr gibt!

Was immer wir in unserem Leben an Altlasten haben, was immer an uns verkehrt ist, was immer wir mitschleppen, wir gehen damit zum Kreuz und werden es dort los. Jesus klagt uns nicht an, sondern sagt: Gib es mir!

Hier auf Erden werden wir ständig angeklagt. Irgendetwas machen wir immer falsch. Irgendwer ist immer mit uns unzufrieden und macht uns Vorwürfe. Für irgendetwas müssen wir immer büßen oder werden mit Liebesentzug bestraft. Und wenn es andere nicht tun, klagen wir uns selbst an und sind dauernd damit beschäftigt, uns zu verteidigen, unser schlechtes Gewissen zufriedenzustellen und uns noch ein bisschen mehr anzustrengen, um unsere Existenz zu rechtfertigen.

Aber das ist jetzt vorbei! Es gibt einen Ort an dem es keine Anklage mehr gibt! Mit allem was wir Falsch gemacht haben , mit den allergrößten Sünden und den größten Problemen können wir zum Kreuz zu Jesus kommen. Es ist egal, es gibt keinen Vorwurf! Das Kreuz ist der Ort an dem wir unseren Müll umgetauscht in Liebe und Kraft bekommen.

 

Rückblick:

Gott Vater, der Heilige Geist und Jesus sitzen eines Abends vor ca 2040 Jahren gemütlich beisammen und schauen auf die Erde. Ähnlich wie bei der Tagesschau gibt es einige wenige Bilder die erfreuen und haufenweise Bilder die erschrecken. Gott Vater seufzt schwer. Sein Herz tut ihm weh, wenn er sieht wie die Menschen leben. Was sie sich selber und den anderen antun. Er weiß das die meisten Menschen verloren gehen. Die wenigen auf der Welt die zu seinem auserwählten Volk gehören, bringen zwar ab und an Schlacht und Brandopfer dar, aber mit dem Herzen sind sie fern von Ihm. Gottes Herz krampft sich zusammen wenn er daran denkt das die meisten dieser Menschenkinder verloren gehen werden. Der Heilige Geist spürt den Schmerz des Vaters und schweigt genauso betroffen. Plötzlich haut sich Jesus auf den Schenkel, springt auf und ruft: „ Ich tu`s!“

Zuerst sind der Heilige Geist und der Vater verwirrt aber dann geht ihnen eine Licht auf. Vorsichtig fragt der Vater nach: „ Was genau tust du mein Sohn?“

Ich machs. Ich gehe auf die Erde und nehme die Sünde auf mich, damit diese Kinder errettet werden können.“

Der Vater ist starr. Was für eine Entscheidung er zu treffen hat. Soll er einen Teil seiner selbst opfern um Menschen, die das Opfer doch nicht wert schätzen würden zu retten? Soll er uns so ein Geschenk machen wenn wir oft nicht einmal als Christen bereit sind dieses Geschenk in seiner Fülle anzunehmen?

Wie es ausgegangen ist wissen wir. Wir waren es dem Vater, dem Heiligen Geist und Jesus wert. Du bist es wert das Jesus ans Kreuz gegangen ist. Vielleicht nicht immer in den Augen der anderen, vielleicht sogar nicht immer in deinen eigenen Augen – aber immer in den Augen des allmächtigen Schöpfer Gottes.

 

Jak, 1,17: Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.

 

Jede Gabe ist ein Beweis von Gottes Liebe, aber keine Gabe zeigt seine Liebe besser als die Gaben des Kreuzes. Wir bekamen diese Geschenke nicht in Papier eingewickelt, sondern in Leiden verpackt.

Jesus hat nicht nur sein Blut am Kreuz vergossen sondern noch viel mehr getan!

 

Ich werde deine dunklen Seiten tragen“ - Gottes Verheißung im Speichel des Soldaten.

 

Jeder kennt die Geschichte von der Schönen und dem Biest. Er böse und widerspenstig und hässlich. Sie sanftmütig schön innerlich wie äußerlich. Durch ihre Liebe wurde das Biest selber schöner. Das Biest wurde verändert, aber was wäre geschehen wenn die Schöne das Biest nicht gemocht hätte, wenn es ihr gleichgültig geblieben wär?

Die Schöne und das Biest, oder der Mensch und Jesus. Diese Geschichte erinnert an uns selbst. Das Biest lebt in jedem von uns.

Das war nicht immer so, vor langer Zeit im Paradies vor dem Sündenfall waren wir innerlich schön. Seit dem Fluch sind wir anders. Abscheulich, hässlich, widerborstig. Wir tun Dinge, von denen wir wissen das wir sie nicht tun sollten, und wir fragen uns, warum wir sie tun.

Die Bibel beschreibt jede Menge bösartiger Biester. Aber die Bösartigkeit des Biest kam nie so brutal zum Vorschein wie an dem Tag an dem Jesus starb.

Zunächst waren die Jünger schnell eingeschlafen, dann sind sie schleunigst ausgerissen. Herodes wollte eine Schau. Pilatus wollte seine Ruhe. Und die Soldaten? Die wollten Blut. Deshalb peitschten sie Jesus aus.

Lies MT. 27,27-31

 

Der Auftrag der Soldaten war einfach: Führt Jesus auf den Hügel und tötet ihn. Aber sie hatten eine andere Idee. Sie wollten zuerst etwas Spaß haben. Sie bespucken Jesus. Das tut zwar nicht weh aber demütigt.

Haben wir so etwas auch schon getan? Vielleicht nicht mit anspucken aber was ist mit Nachrede oder überheblichen Augen verdrehen? Haben wir schon mal jemanden anderen heruntergemacht damit wir selber uns besser fühlen?

In Eph 2,3 steht das wir Kinder des Zorns von Natur aus sind.

Wir versuchen gut zu sein, wir bemühen uns nach Kräften gute Menschen zu sein, aber wir fallen immer wieder. Damit dieses Fallen uns nicht kaputt macht hat Jesus sich bespucken lassen. Die Spuke der Soldaten kann ein Sinnbild für den Schmutz unserer Herzen sein. Was tat Jesus mit dieser Spuke? Er trug sie zum Kreuz um da Erlösung zu erwirken!

Jesus wurde zum Biest damit das Biest schön werden kann. Jesus tauscht den Platz mit uns.

Alle Verleumdung, alles Schmerz den wir anderen zugefügt haben und die Schuld die wir damit auf uns geladen haben hat Jesus ans Kreuz getragen.

 

Ich vergebe dir – Gottes Verheißung in den Nägeln

 

Wenn man ein neues Haus baut, und dann einzieht erstellt man ein Mängelliste mit allem was der Bauunternehmer nicht gut gemacht hat.

Jesus ist bei unserer Bekehrung in unser Herz eingezogen. Er hat alle unsere Fehler und unsere Schwächen erkannt. Und eine Liste erstellt. Alle unser Unzulänglichkeiten sind auf dieser Liste festgehalten. Und sie wurde veröffentlicht.

Die Soldaten stoßen den zerschundenen Zimmermann auf den Boden. Sie strecken seine Arme auf einen Balken aus. Einer drückt sein Knie gegen Jesu Unterarm und einen Bolzen gegen seine Hand. Jesus wendet sein Gesicht dem Nagel zu, genau in dem Augenblick, in dem der Soldat den Hammer hebt und zu Schlag ausholt. Jesus ballt seine Hand nicht zur Faust, der Augenblick wird nicht abgewendet. Warum? Weil er uns liebte? JA, aber da ist noch mehr. Er sah etwas was ihn zum Bleiben erwog. Im Kolosser 2,14 steht. Er hat den Schuldbrief getilgt der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und ans Kreuz geheftet.

Zwischen seinen Händen und dem Holz war eine Liste, eine Liste unserer Fehler: unsere Begierden und Lügen, die Momente der Habsucht. Eine Liste unserer Sünden.

Jesus hat gewusst das wir der Ursprung der Sünden sind, das wir verantwortlich dafür sind das er am Kreuz leiden und sterben muss. Aber er konnte den Gedanken an eine Ewigkeit ohne uns nicht ertragen und wählte deshalb die Nägel.

 

Ich verstehe deinen Schmerz“ -Gottes Verheißung in dem mit Wein getränkten Schwamm

 

Dis.: Habt ihr euch schon mal gefragt warum Jesus so lange auf der Erde lebte? Warum kam er nicht in unsere Welt gerade so lange um für unsere Sünden zu sterben und dann diese Welt wieder zu verlassen? Warum genügte keine sündlose Woche oder ein sündloses Jahr?

 

 

Ich denke er hat ein ganzes Menschenleben hier gelebt, endlose Tage und launige Menschen ertragen damit wir ihm vertrauen!

Sogar seine letzte Tat auf Erden sollte unser Vertrauen gewinnen.

Lies Joh. 19, 28-30

Das letzte Mal als Jesus etwas zu trinken bekommen hatte war bei dem Mahl mit seinen Jüngern. Seit jenem Becher Wein wurde Jesus geschlagen, geschunden, bespuckt. Er trug sein Kreuz und unsere Sünden. Warum tut er nichts dagegen? Es war nicht unbedingt erforderlich das er Durst litt, jedenfalls nicht so wie er es tat. 6 Stunden vorher wurde ihm etwas zu trinken angeboten, aber er hat es abgelehnt. ( Mk15,22-24)

Bevor die Soldaten ihn kreuzigten hat man ihm auch etwas zu trinken angeboten. Wein mit Myrre / Galle vermischt. Auch das hatte er abgelehnt. Weil sowohl Myrre wie auch Galle leicht betäubend wirken. Er wollte nicht mit Drogen betäubt sein. Warum nicht? Weil er wusste das auch wir solche Empfindungen durchmachen müssen.

Er wusste das wir müde,fassungslos und wütend sein würden. Er wusste das wir schläfrig, betrübt und hungrig sein würden. Er wusste das wir körperliche und seelische Schmerzen ertragen würden. Er wusste das wir durstig sein würden. Vielleicht nicht unbedingt Durst nach Wasser, sondern Durst nach Wahrheit.

Und die Wahrheit die wir dem durstigen Christus entnehmen ist:

Er versteht uns!

Und weil er uns versteht dürfen wir zu ihm kommen.

In Jesu Satz: Mich dürstet steht nichts davon das wir ihm vertrauen können.Aber Johannes nennt uns den Grund für Jesu Worte. Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde mich dürstet.

Und Jesus war daran gelegen das die Schrift erfüllt wird. Damit wir vertrauen können. Wenn in der Schrift steht: Ich habe dich je und je geliebt und dich zu mir gezogen aus lauter Güte dann ist das die Wahrheit. Und wenn das steht ich will deiner Sünden nicht mehr gedenken dann ist das auch die Wahrheit.

Jesus erfüllte während seines Lebens 332 eindeutige Prophezeiungen des alten Testamentes.

Durch den mit Wein getränkten Schwamm will Jesus uns sagen:

Ich bin es! Vertrau mir!

 

 

Ich werde dich ewig lieben“ - Gottes Verheißung im Kreuzigten

 

Wenn wir einen Blick auf das Wesen Gottes werfen, wird uns bewusst das Gott ein Heiliger Gott ist. Er und die Sünde könne nicht vereint werden. Wie kann dann aber der Mensch zu Gott kommen? Wie kann Gott sowohl gütig wie auch gerecht sein? Wie kann der dem Menschen sowohl Wahrheit als auch Barmherzigkeit zuteil werden lassen? Wie kann er den Sünder erretten ohne die Sünde gut zu heißen ?

Kann ein heiliger Gott über unsere Fehler hinwegsehen? Kann ein gütiger Gott Fehler bestrafen?

Menschlich gesehen gibt es nur zwei gleich unbefriedigende Lösungen. Doch Gott hat die dritte Möglichkeit gefunden.

Das Kreuz.

Das Kreuz ist der Ort an denen Gott seinen Kindern vergab ohne seine Ansprüche herunterzuschrauben.

Und wie? Durch ein Urteil: Gott hat unsere Sünde auf seinen Sohn geladen und sie dort bestraft. Im 2 Kor. 5,21 steht: Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

Führen wir uns den Augenblick vor Augen:

Gott sitzt auf seinen Thron und du bist auf der Erde. Und zwischen dir und Gott hängt Jesus am Kreuz. Deine Sünden, deine Falschheit ist auf Jesus geladen worden. Gott, der Sünde bestraft, lässt seinen Zorn freien Lauf. Der Schlag trifft aber nicht dich, sondern Jesus. Er hat sich zwischen dich und dem Vater gestellt und erträgt deine Strafe.

Und du? Du bist in Sicherheit – in der Sicherheit des Schatten des Kreuzes.

Er hat das getrennt sein vom Vater auf sich genommen für DICH!

Der Vater hat seinen Sohn gegeben für DICH!

Warum?

Weil er Dich liebt.

In Johannes 3, 16 steht:

Also hat Gott die Welt geliebt das er seinen Sohn gab, damit alle die an ihn glauben ewiges Leben haben.

 

Da steht nicht:

Also hat Gott die Reichen geliebt...

oder also hat Gott die Europäer geliebt...

oder also hat Gott die Perfekten, die Treuesten, Mutigsten, Schönsten geliebt.

Also hat Gott die WELT geliebt, und darin sind wir miteingeschlossen. Auch wenn es manchmal nicht besonders rund läuft.

In der Welt werden wir oft ausgeschlossen, von der Uni weil wir nicht intelligent genug sind; aus Unternehmen und Firmen weil wir nicht die nötige Qualifikationen mitbringen, aus Gruppen weil wir uns nicht genügend anstrengen und anpassen.

Aber von Jesu Liebe werden wir nicht ausgeschlossen. Um die Reichweite seiner Liebe zu beschreiben, streckte er die eine Hand nach rechts und die andere Hand nach links aus, und er lies sie in dieser Stellung festnageln, damit wir wissen das er uns liebte, als er starb.

 

 

Dieses Kreuz war unsagbar grausam, ungerecht und niederträchtig. Es ist ein Ort der Verzweiflung, der Trauer und des Todes gewesen. Es war ein Folterinstrument an denen die Römer Exempel statuiert haben.

Es ist ein Ort der Hoffnung und des Neuanfanges. Ein Ort der Vergebung und Erneuerung. Es ist ein Ort der Heilung von körperlichen Gebrechen und von seelischen Verletzungen. Das Kreuz ist ein Ort an denen wir ein neues Herz bekommen können.

Wie mit alles Geschenken ist es auch mit dem Kreuz. Wir müssen es annehmen, es auspacken und damit Leben.

Vielleicht ist es an der Zeit Gott zu bitten uns das Kreuz wieder ganz neu zu erklären. Und ihn zu bitten es zu erfahren.

 
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